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Gesunde und richtige Ernährung: Vollwerternährung
Die Vollwerternährung ist ein Ernährungskonzept von Giessener Ernährungswissenschaftlern und baut auf dem Konzept von Werner Kollath auf. Hierbei werden vor allem wenig behandelte Nahrungsmittel bevorzugt. Die Vollwerternährung wird von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung empfohlen, die aus einer ausgewogenen Mischkost, die Fleisch und Fisch beinhaltet, besteht. Die vollwertige Ernährung ist zwischenzeitlich an deutschen Universitäten ein Maßstab für gesunde Ernährung und wird von den meisten Ernährungswissenschaftlern vertreten.
Die Vollwerternährung baut auf möglichst gering verarbeiteten Lebensmitteln auf, da hier der volle Wert der natürlichen Inhaltsstoffe enthalten ist, daher vollwertig. Bevorzugt werden Vollkornprodukte, Milch sowie Milchprodukte hingegen sollen nur in geringen Mengen verzehrt werden. Fleisch, Fisch und Eier werden als unnötig eingestuft, werden jedoch nicht völlig abgelehnt. Als angemessen gelten zwei Fleischmahlzeiten, eine Fischmahlzeit und zwei Eier pro Woche.
Nach Möglichkeit sollte Zucker sowie Süßstoff, Wurst und Innereien vermieden werden. Mindestens 50% der täglichen Kost sollten Rohkost sein. Des weiteren sollte die verwendeten Lebensmittel keine Zusatzstoffe enthalten und Nahrungsergänzungsmittel, Tiefkühlkost, genetisch veränderte Lebensmittel, Pommes, Sojaprodukte, Kondensmilch, Schmelzkäse, Limo, Aromastoffe und Süßigkeiten gehören auch zu den nicht empfehlenswerten Lebensmitteln.
Eine der wichtigsten Ernährungsregeln der Vollwertkost ist, dass täglich fünf Portionen Obst und Gemüse verzehrt werden und die Lebensmittel schonend zubereitet werden. Zudem sollte man mindestens zwei Liter täglich trinken. Den Schwerpunkt der Vollwerternährung bilden Getreideprodukte, Kartoffeln, Hülsenfrüchte, Gemüse und Obst. Die bevorzugten Getränke sind Mineralwasser, verdünnte Säfte und ungesüßter Tee. Die Vollwerternährung geht jedoch weit über die rein wissenschaftlichen Erkenntnisse hinaus und enthält auch ideologische sowie politische und ökologische Aspekte. Neben der Gesundheitsverträglichkeit werden auch die Umwelt- und Sozialverträglichkeit der Ernährung berücksichtigt, weshalb Erzeugnisse aus der Region bevorzugt werden.
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