Fasten gehört entgegen der allgemeinen Behauptung nicht zu den Diäten, sondern ist eine Form der menschlichen Kultur. Beim Fasten wird die Nahrungsaufnahme entweder vermindert oder es wird vollständig auf die Nahrung verzichtet. Fasten hat mehrere Gründe, zum einen geschieht es aus einer religiösen Überzeugung heraus (Fastenzeit, Ramadan), zum anderen aus einem Gewinn an seelischer Harmonie sowie zur Förderung der körpereigenen Wahrnehmung und Aufmerksamkeit. Gefastet wird auch zur Erhöhung der Willenskraft und als Vorbereitung auf eine Herausforderung.

Die Fastenzeit gilt in verschiedenen Religionen als eine Vorbereitung auf religiöse Feste. In allen Religionen ist das Fasten historisch belegt und kommt oft in festgelegten Formen vor, zu bestimmten Jahreszeiten, in einer Gemeinschaft oder allein. Es kann auch gefastet werden, indem auf bestimmte Dinge wie Genussmittel, Fleisch oder Alkohol verzichtet wird. Neben diesen religiösen Aspekten dient das Fasten der Darmreinigung und mit einem kontrollierten Fasten kann auch das Gewicht reduziert werden. Es sollte bei jeder Form des Fastens bedacht werden, dass man nicht „einfach mal so“ fasten kann. Der radikale Nahrungsverzicht kann sehr gesundheitsschädigend sein und einen Nährstoffmangel hervorrufen. Daher ist auch das religiöse Fasten immer auf einen bestimmten Zeitraum beschränkt. Wer sich einer Fastenkur unterziehen möchte, sollte dies unbedingt im Vorfeld mit einem Arzt besprechen.