Nordic Walking wurde 1996 in Finnland im Rahmen einer Diplomarbeit erstmals vorgestellt. Noch im selben Jahr wurden die ersten Trainer ausgebildet, aus denen auch einige aus Deutschland kamen. Der Bewegungsablauf beim Nordic Walking ist sehr einfach und doch sehr effektiv. Hierbei wird der Oberkörper und die Rückenmuskulatur durch die Nordic-Walking-Stöcke trainiert. Diese werden immer sehr nah am Körper geführt. Der rechte Stock wird immer auf den Boden ausgesetzt, wenn die linke Ferse aufgesetzt wird und anders herum. Die Stöcke sind während des Laufens immer unterhalb des Köperschwerpunktes. Werden sehr lange Schritte gemacht, bei denen der Fuß möglicht gut abgerollt wird und die Arme lang nach vorne schwingen und dabei der Körper gerade gehalten wird, erlangt man den besten Trainingseffekt. Das Bein wird beim Nordic Walking wesentlich steiler nach vorne gestellt als es beim Joggen der Fall ist.

Dies führt zu enorm hohen Impulskräften in den Gelenken. Für das Nordic Walking werden spezielle Schuhe empfohlen, die im Vergleich zum Joggingschuh eine andere Fersengestaltung haben, die diese höheren Kräfte mindern. Die Ferse beim Nordic-Walking-Schuh ist wesentlich stärker abgerundet, was die Abrollbewegung beim Aufsetzen des Fußes unterstützt. Zudem hat die gesamte Sohle eine leichte Rundung, da der Fuß zum Ballen hin abgerollt wird. Typisch für das Nordic Walking sind die Stöcke, die aus Carbon aus einer Carbon-Glasfaser-Mischung oder aus Aluminium hergestellt ist. Da Carbon wesentlich stabiler als Aluminium ist, gewährleistet es eine bessere Dämpfung. Für eine funktionale Bewegungsausführung ist die Länge der Stöcke entscheidend. Hierfür gilt die Faustformel: Körpergröße in cm X 0,66 = Stocklänge. Nordic-Walking-Stöcke haben am Griff spezielle Schlaufen, die eine optimale Kraftübertragung von der Hand auf den Stock ermöglichen.