In der Antike waren Thermen öffentliche Bäder, die entweder allgemein zugänglich oder privat waren. Sie entwickelten sich aus dem griechischen Bad und den einheimischen Schwitzkuren und hatten als sozialer Mittelpunkt des Lebens eine hohe Bedeutung, sodass der Besuch in einer Therme zum Tagesablauf gehörte. Diese warmen Bäder waren auf Konversation und sogar zum Unterricht eingerichtet, zudem gab es säulengesäumte Wandelgänge und Läden. Meist waren die Thermen sehr prächtig ausgestattet, was auch heute noch der Fall ist. Thermen haben stets eine gleiche Raumfolge, so folgt auf den Umkleideraum der Heißbaderaum mit einem Heißwasserbecken. Darauf folgt das sog. Tepidarium mit einer geringeren Hitze, in dem man sich länger aufhält. Im Kaltbaderaum kühlt man sich dann ab in dem man ein Kaltwasserbecken nutzt.

In einigen Bädern gibt es noch einen Raum, in dem eine trockene Hitze herrscht zudem gibt es Schwimmbecken und Sportplätze. Zwischen den einzelnen Badegängen erfolgt ein Einölen, was mit einem Schaber abgeschabt wird und so nicht nur Schweiß, sondern auch Schmutz entfernt. Bei den heutigen Thermenangeboten gibt es zusätzlich oft noch Wasserbecken mit Massagedüsen sowie anderweitige Massagenabegote. Der Besuch in einer Therme steigert nicht nur das allgemeine Wohlbefinden, sondern wirkt sich auch positiv auf den gesamten Organismus aus, aufgrund der wohltuenden Wärme und mineralische Zusammensetzung des Wassers. Ideal ist ein Besuch in einer Therme um der Hektik des Alltag zu entfliehen, in aller Ruhe auszuspannen zu neue Kräfte zu sammeln.