Gesunde und richtige Ernährung: Fasten

Fasten gehört nicht zu den Diäten, sondern ist eher eine Form der menschlichen Kultur. Hierbei wird die Nahrungsaufnahme entweder vermindert oder es wird vollständig auf die Nahrung verzichtet. Die Gründe sind vielfältig. So geschieht das Fasten aus einer religiösen Überzeugung heraus (Fastenzeit, Ramadan) oder aus einem Gewinn an seelischer Harmonie und an Demut sowie zur Förderung der Wahrnehmung und der eigenen Aufmerksamkeit. Es wird auch zur Erhöhung der Willenkraft und Vorbereitung auf spezielle Herausforderungen gefastet. Die Fastenzeit dient in den verschiedenen Religionen als eine Vorbereitung auf religiöse Feste. Neben den religiösen Aspekten gibt es aber auch noch andere Vorteile des Fastens, wie die Darmreinigung. Zudem kann mit einem kontrollierten Fasten das Gewicht reduziert werden. Es muss beim Fasten beachtet werden, dass man nicht „einfach mal so“ fasten kann. Der Verzicht auf Nahrung kann sehr gesundheitsschädigend sein und einen Nährstoffmangel hervorrufen. Daher sollte ein Fasten-Vorhaben zunächst mit dem Hausarzt besprochen werden.

Im medizinischen Bereich gibt es das Heilfasten, dass der Entschlackung, Entgiftung oder Regeneration des Körpers dient. Meist ist hiermit auch der Wunsch nach einer seelischen Reinigung verbunden. Es gibt viele verschiedene Arten des Heilfastens wie z.B. das Buchinger-Heilfasten. Hierbei werden mit Gemüsebrühen und Säften nur wenige Kalorien, Vitamine und Mineralien aufgenommen, was eine geringere Belastung des Stoffwechsels zur Folge hat. Beim Fasten nach Franz Xaver Mayr isst man zweimal pro Tag alte Brötchen mit etwas Milch.

Ein anderes Heilfasten, das Saftfasten, erlaubt nur Obst- und Gemüsesäfte. Wieder eine andere Form des Heilfastens ist das eiweißergänzte Fasten, bei dem täglich Buttermilch oder ein Einweißkonzentrat verzehrt wird. Beim Teefasten wird auf feste Nahrung ganz verzichtet, zudem auch auf das Trinken von Säften. So wird ausschließlich Tee und kohlensäureloses Wasser getrunken. Heilfasten ohne Nahrungsaufnahme ist grundsätzlich eine sehr extreme Art des Fastens und sollte nur von vollkommen gesunden Menschen durchgeführt werden. Beim Fasten passiert im menschlichen Körper so einiges. Beispielsweise schaltete er sich nach ein bis zwei Tagen auf den Hungerstoffwechsel um, damit so wenig Energie wie möglich verbraut wird. Der Blutdruck sinkt und der Kreislauf und das Herz werden entlastet, das Atmen fällt leichter, der Körper wird entwässert. Heilfasten wird von Medizinern jedoch oft kritisch gesehen. Es wird als körperliche Belastung und keineswegs als Entlastung angesehen.