Tees und Kräuter

Das Teetrinken wird immer beliebter, besonders im Winter, wenn es draußen kalt ist. Unterschieden werden grundsätzlich drei Teesorten, die nach ihrem Anbaugebiet benannt sind: Assam, Ceylon und Darjeeling. Der Assam-Tee kommt aus Nordindien und ist ein typischer Hochlandtee mit einem kräftigen Aroma. Der Ceylon ist herb-kräftig und stammt aus Sri Lanka.

Der zarte und gelbe Darjeeling wächst an den Südhängen des Himalajas. Zudem gibt es weitere China Tees, bei denen es sich um fermentierte oder halbfermentierte Grüntees aus chinesischen Anbaugebieten handelt. Fermentieren bedeutet hierbei, dass der Zellsaft der Teeblätter mit dem Sauerstoff der Luft reagiert und sich rotbraun färbt. Bei diesem Vorgang verringert sich der Gerbsäureanteil. Bei der Zubereitung von Tee wurden ursprünglich frische Teeblätter oder auch Kräuter in heißes Wasser gelegt. Ein Tee der auf diese Art und Weise zubereitet wird, hat einen ganz anderen Geschmack. Jedoch sind frische Teeblätter nicht lange lagerfähig, weshalb die gezielte Fermentation und Trocknung von Teeblättern entwickelt wurde.

Je nach Vorgehensweise und Ausgangsmaterial entstehen so unzählige unterschiedliche Geschmacksqualitäten. Unterschieden werden heute vier Formen: weißer Tee – der seinen Namen aufgrund der Epillärhärchen an der Blattunterseite den getrockneten Teeblättern eine weißsilberne Färbung geben, hat. Für weißen Tee werden nur die jungen Triebe geerntet und wie Heu getrocknet. Zur Produktion von weißem Tee eigenen sich nur Spitzentees. Die zweite Sorte ist der grüne Tee – der traditionell nach der Ernte in Eisenpfannen über dem Feuer gewelkt und dann getrocknet wird. In Asien wird der grüne Tee noch weiter in den „normalen“ grünen Tee, in den vor dem Aufguss erhitzten grünen Tee und in den mit Reisflocken gemischten grünen Tee unterschieden.

Die dritte Art ist der Oolong – er ist teilweise fermentiert und wird nach der Ernte in Weidenkörben geschüttelt. Dabei tritt Saft aus, der mit dem Sauerstoff der Luft (Fermentation) regiert. Durch das Erhitzen in Eisenpfannen wird dieser Vorgang gestoppt. Die vierte Sorte ist gleichzeitig die bekannteste: der Schwarztee – der in Ostasien als „roter Tee“ bekannt ist. Er ist komplett fermentiert, wobei der Fermentationsprozess nicht wie beim Oolong unterbrochen wird. Der Tee ist erst nach sehr langer Zeit getrocknet. Die in Europa bekannten Schwarz- oder Grüntees sind mit Aromen angereichert. Bekannt sind hierbei Fruchtaromen wie Kirsche, Vanille oder Maracuja und Gewürze wie Zimt oder Anis. Aber auch Zitrusaromen wie Orange, Lemon oder auch Bergamotte wird Tees zugeführt.


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